VORSTELLUNG: GUIDO KETTNER, NATURFOTOGRAF

Der erste Eindruck soll angeblich der entscheidende sein, und das Bild, das in diesem ersten Moment entsteht, den tatsächlichen Charakter eines Menschen zeigen. Dass diese Behauptung nicht stimmt, dafür ist Guido der lebende Beweis. Im ersten Moment scheint er gedankenverloren, ein wenig geistesabwesend und nicht direkt zielorientiert. Im ersten Gespräch verliert man leicht den Faden, weil er schon einmal von Thema zu Thema springt, und dies nicht etwa gradlinig, sondern eher im Rösselsprung. Da nicht ins Schleudern zu kommen, fällt schon schwer, doch es lohnt sich.

 

Tatsächlich ist er nämlich weder geistesabwesend noch ohne Ziel; er bewegt sich nur immer auf mindestens zwei gedanklichen Ebenen, oft sind es sogar drei – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat er gleichzeitig vor Augen. Die zurückliegende Expedition mit all ihren Eindrücken, die Aufgabe, daraus eine Ausstellung zu schaffen, die andere Menschen in diese unbekannte Fremde mitnimmt und die Aussicht auf das nächste Abenteuer verarbeitet er synchron; das Gegenüber braucht mitunter einen kleinen Anlauf, um geistig mithalten zu können.

 

Erst waren es die Landschaften und die Tiere, nun sind es mehr und mehr die Menschen, die es ihm – jeweils in ihren angestammten Gebieten und bei allen Unterschieden immer im Inneren so sehr ähnlich - besonders antun und denen er begeistert nachspürt. Den gleichen Respekt, den er den wildlebenden Geschöpfen der Natur entgegenbringt, zeigt er auch den Menschen. Da wird nichts gestellt und nichts geschönt, niemand, weder Tier noch Kind, wird „in Szene gesetzt“ oder zu einem gewünschten Verhalten animiert. Wenn der Gorilla in Ruanda nun einmal genau an diesem Tag nicht in der Stimmung ist, fotografiert zu werden, ist das für Guido Kettner nur so lange ärgerlich, bis er das besondere Licht über dem Nebelwald ins Auge oder besser ins Objektiv fasst oder am Straßenrand arbeitende Frauen mit ihren Kindern sieht. Ist der Grizzly in Alaska mehr am Fischefangen interessiert als an imposanten Gesten, auch gut: dann gibt es ein paar wunderbare Aufnahmen während des Bärenmahls und das aufgerissene Maul eben an einem anderen Tag.

 

Arglos im besten Sinne des Wortes, d.h. ohne Vorbehalte, Vorurteile und feststehende Meinung, so geht er an jede neue Aufgabe heran. Von der Arroganz des Reisenden, der an allem, was er sieht immer den europäischen Maßstab anlegt, ist bei ihm nicht eine Spur zu finden. Voller Begeisterung beobachtet und kommentiert er den Einfallsreichtum derer, die eben nicht an den Wasserhahn und die Steckdose, an den Pannendienst und den Notarzt, ja nicht einmal an das Handynetz gewöhnt sind und dennoch ihr Leben meistern.

 

Und dort ist er mittendrin; er schaut nicht „von draußen“ auf das Geschehen und verbringt seine Abende und Nächte im klimatisierten Hotelzimmer. Guido Kettner ist dort, wo seine Aufnahmen entstehen. Wenn dies heißt, drei Wochen lang im Zelt auf einem Felsvorsprung mitten in Grönland zu leben, wo es Lebensmittelnachschub nur dann gibt, wenn der LKW-Fahrer die richtige Route nimmt, wird das eben in Kauf genommen. Wenn es heißt, im afrikanischen Sammeltaxi ein Huhn zum Sitznachbar zu haben, ist auch das in Ordnung, selbst wenn die „Mitreisende“ sich als nicht hundertprozentig stubenrein erweist.

 

Die Welt ist beides, sie ist riesig und winzig für den Globetrotter Guido Kettner: Sie ist riesig, denn es gibt immer wieder und immer noch Orte, an denen er noch nicht war und wo er unbedingt noch hin muss. Und gleichzeitig ist sie winzig für jemanden, der sich überall zuhause fühlt, weil er immer wieder das Vertraute entdeckt, das Typische, das Menschen wie Tiere an allen Orten zeigen, seien es die liebevolle Geste, die Lebensfreude, das Spielerische oder auch der Kampf ums tägliche Überleben, das Miteinander, ja sogar die Eitelkeit, das Posieren und Zurschaustellen.

Ein offenes Auge für all dies, eine schnelle Hand an der Kamera und ein Gefühl für den richtigen Moment; dies alles macht aus den Bildern Guidos wahre „Bilderbücher“, die sich nicht mit dem kurzen Blick erfassen lassen, sondern ihre eigentliche Geschichte oft erst auf den zweiten oder sogar dritten Blick offenbaren und den Betrachter schmunzelnd oder stirnrunzelnd zurücklassen, aber niemals unbeeindruckt.

 

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